Diese Food-Trends aus den USA machen Appetit

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Neues aus der Gastro-Szene in HannoverNeues aus der Gastro-Szene in Hannover

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ein Keks ist ein Keks. Ein amerikanischer Cookie hingegen ist ein Gesamtkunstwerk, bei dem sich verschiedene Teigsorten vermengen, sich im Innenleben süße Sünden verstecken und Schokolade, Streusel oder das Süßwaren-Repertoire eines Kindergeburtstags das Topping bilden. So ein Keks heißt dann eben „Caramel Lava Oreo" oder „Coconut Cheese White Choc", macht satt wie eine Hauptmahlzeit - und garantiert glücklich. „Ein Cookie ist eine Geschmacksbombe. Ich habe noch nie Kalorien gezählt", sagt Alexander Hofmann und lacht. Der 28-Jährige mit den beeindruckenden Bizeps hatte „schon immer eine Schwäche für Kekse, Donuts, Kuchen". Er spricht ganz amerikanisch von „Sweets". Und die verkauft er schon länger auf Hannovers Wochenmärkten und online unter coocakes.de, seit einigen Tagen aber auch in Hannovers vermutlich erstem Cookie-Café im Volgersweg 17.
Vorher gab es an der Adresse schnelle Nudeln - doch „Tellys TST" hatte trotz Unterstützung durch die Rezepte von TV-Koch Christian Rach seit der Eröffnung im Oktober 2019 kein Glück, überstand die Corona-Pandemie nicht. „Uns haben die Leute immer gefragt, wo denn eigentlich unser Lokal sei", erzählt Hofmann, für den Gastronomie ein Traumberuf ist („ich stand schon als 16-Jähriger mit einem Bratwurst-Bauchladen in der Fußgängerzone"). In der Oststadt serviert er nun also auch Kalt- und Heißgetränke zu den „Coocakes", die erst vor Ort liebevoll verziert und vollendet werden. Die Backstube ist am Lindener Pfarrlandplatz, hinter dem „Café Kaffka" wirbelt Philip Rotaug mit den Teig-Zutaten für etwa 30 verschiedene Sorten. „Wir haben wochenlang experimentiert", erzählt er.
Die Herausforderung: Der Teig sollte von vorneherein vegan sein, die Kreationen ausgefallen. Ein Cookie sei mehr als ein Keks. Und darum auch teurer. „Aber immer etwas Besonderes", betont Rotaug und verteidigt so die Preisliste, die bei 3,49 Euro für „Originals" startet, die „Deluxe"-Variante kostet 5,99 Euro, die „Giants" 6,99 Euro. Dafür gibt es aber auch bis zu 450 Gramm auf den Teller. Wissen die deutschen Kunden das denn zu schätzen?„Donuts gehen gerade durch die Decke, Cookies sind der nächste Hype aus den USA", ist sich Alexander Hofmann (Foto) sicher.
Ein anderer Hype will einfach nicht abklingen: Die Burger-Welle rollt weiter! „Kuhnstwerk", „Harp", diverse „Duke"-Filialen - in Hannover kriegt man an fast jeder Ecke von Lokalmatadoren Buletten-Kreationen im Brötchen. Aber auch Franchise-Ketten besetzen den Markt, „Burger me" hat bereits zwei Filialen in Nord- und Südstadt, jetzt sind zwei weitere Lokale dazugekommen: An der Tillystraße 33 in Ricklingen und an der Limmerstraße 71 in Linden wird nun ebenfalls gebrutzelt. Die Brüder Rezan und Ozan Defli sind außerdem stolz, dass sie in Linden den 100. Laden der Kette übernehmen.
Wer lieber in inhabergeführten Burger-Bratereien speist, muss sich in der Langen Laube noch ein wenig gedulden - im „Bull’s Kitchen" von Alptekin Mermetas wird noch immer renoviert. Hatte das Restaurant nicht erst im November 2017 eröffnet? „Ja, aber die Kapazitäten haben einfach nicht mehr ausgereicht, der Andrang der Gäste war zu groß.“ Neuer Grill, neue Fritteuse, eine maßgefertigte Küche, ein ausgeklügeltes Abluftsystem werden nun angeschafft, um die Abläufe zu perfektionieren. „Die Geräte kommen aus den USA.” Wenn alles gut laufe, gebe es im September ein Re-Opening.
Cookies und Burger, diese Trends aus den USA machen uns Appetit. Und da der Spätsommer in diesen Tagen temperaturmäßig Fahrt aufnimmt, die Inzidenzzahlen niedrig bleiben und die Impfquote immer höher ausfällt, genießen wir die Angebote von Wirtinnen und Wirten in Hannover und Region.
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Ich wünsche eine genussvolle Woche!
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