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Was steckt hinter „Clubschmaus"?

Neues aus der Gastro-Szene in HannoverNeues aus der Gastro-Szene in Hannover

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
der Herbst naht, Outdoor-Gastronomie wird in diesen Tagen wieder deutlich ungemütlicher. Aber die Infektionszahlen steigen, die aggressive Delta-Variante des Corona-Virus treibt sie nach oben. Die niedersächsische Landesregierung hat angekündigt, demnächst für Restaurants den Weg zur 2G-Regelung zu öffnen - Wirtinnen und Wirte können dann in Innenbereichen von Gästen den Nachweis einer Impfung oder einer überstandenen Infektion verlangen. Das stößt bei den einen auf Skepsis („Wir wollen niemanden ausschließen") bei anderen auf Erleichterung („Es ist sicher für die Mitarbeiter und die Gäste"). NP-Mitarbeiterin Fenja Basen und mein Kollege Ralph Hübner haben Stimmen aus der Branche eingeholt - den ganzen Text lesen Sie hier.
Gastronomie ist mehr als Essen und Trinken, ein Lokal, eine Kneipe ist immer auch ein Ort für Begegnungen. Christian Bendig will beides verknüpfen, am 15. Oktober lädt er deshalb zum „Clubschmaus" in das Restaurant „Frau Hoppe" am Landwehrgraben. Der Chef der Marketingagentur Da Capo" verbindet auf diese Weise die virtuelle und die reale Welt - denn er ist großer Fan der App „Clubhouse", die wie eine Telefonkonferenz funktioniert.
Der Hype um die digitalen Smartphone-„Räume" für Talks und Diskussionsrunden, Promi-Geplauder und Expertenrunden ist in Deutschland abgeflaut. Ein Grund könnte auch der halbwegs entspannte Corona-Sommer gewesen sein. „Die Sehnsucht nach echten Kontakten ist groß", weiß Bendig, der an den virtuellen Runden die respektvolle Gesprächskultur schätzen lernte. In loser Folge führt er selber durch das Format „Neues aus der Schwatzwaldklinik", mit „11a"-Wirt Christoph Elbert macht er „In 80 Tagen um den Herd". Mit „Clubschmaus" will er die Brücke schlagen zwischen App und wahrem Leben. Für 45 Euro (dafür gibt es drei Gänge) kann man sich zum Dinner anmelden. „Es ist ein Abendessen, bei dem die Gäste das Programm sind", kündigt Bendig an. Das heißt: Kontakte knüpfen, netzwerken, einen schönen Abend verbringen.
Gastronomie, das ist für manche Menschen auch Familie und Heimatgefühl. Ela Sara Elveren kann in der Nordstadt, in der City, in der List und in Linden beruhigt bummeln gehen - „wenn ich Hunger habe, ist immer eines unserer Lokale in der Nähe", erzählt die 16-Jährige. Ihre Eltern betreiben acht „Francesca & Fratelli"-Filialen in Hannover, die Elftklässlerin (macht nächstes Jahr ihr Fach-Abi) mischt schon längst im Familienbetrieb mit. „Ich mache alles: Bar, Bedienung, Kasse - ich bin der Joker", berichtet sie voller Elan.
Sie ist im Familienbetrieb aufgewachsen, „das ist meine Zukunft", sagt sie selbstbewusst. Ich habe sie im neuen Lokal an der Limmerstraße getroffen, im ehemaligen „Lindenblatt" hat sich Papa Kadir Elveren kreativ ausgetobt. Grundfarbe kräftiges Rosa, viel Gold - und comic-bunte Porträts von Ikonen der Zeitgeschichte. Den dritten Laden auf Lindens Flaniermeile leitet Salvatore Allia, auch für ihn ist das „Francesca"-Netzwerk seit vielen Jahren „wie Familie.“ Und die 16-jährige Ela will ihn dabei unterstützen. „Wir sind ein gut eingespieltes Team”, findet sie. Findet auch die stolze Mama: „Ela macht das mit Leib und Seele", lobt Francesca Pagano. Den ganzen Text lesen Sie Freitag in der digitalen oder gedruckten Ausgabe der NP.
Leib und Seele, darum geht es immer donnerstags in unserem Newsletter „Neues aus der Gastro-Szene". Haben Sie Anregungen, Kritik oder Tipps? Einfach eine Mail an gastro@neuepresse.de schreiben.
Bis nächste Woche!
Andrea Tratner
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