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Darum ist der November des Genießers Wonnemonat

Neues aus der Gastro-Szene in HannoverNeues aus der Gastro-Szene in Hannover

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
nun ist er da, der November, und bestätigt beinahe übertrieben sein schmuddeliges Image. Wir knipsen um 16 Uhr das Licht an, werfen einen Blick auf die nieselregennasse Straße und fragen uns, wofür dieser Monat gut sein soll.
Bis es uns wieder einfällt. Für grenzenlosen Genuss, für wohlige Völlerei, kurzum: für ein traditionelles Gänseessen, das nur dann gelungen ist, wenn man anschließend sofort in einen mehrstündigen Erholungsschlaf fällt.
Manche feiern den 11. November für den Karnevalsauftakt. Manche basteln Lampions für die Laternenumzügen zu Ehren des heiligen Martin von Tours. Wir freuen uns auf die Martinsgans. Und sind damit nicht allein: Im „Waldgasthaus Entenfang" in Ledeburg ist das große Martinsgans-Büfett bereits ausgebucht. „Es ist total toll gelaufen", sagt Chefin Anke Noltemeier, die sich am 11.11. auf rund 100 Gäste freut. Die werden sich unter Einhaltung der 3G-Regel für 28,28 Euro knusprigen Gänsebraten mit zweierlei Saucen, Klößen, Kroketten, Apfelrotkohl und Preiselbeeräpfeln einverleiben, solange der Vorrat reicht.
Die positive Resonanz findet sie erstaunlich, weil die Corona-Inzidenz ja wieder steigt". Doch bei Genuss-Sehnsucht ist eben Schluss mit Zurückhaltung. „Die Leute freuen sich, dass es Gans in diesem Jahr nicht nur zum Abholen gibt wie in der letzten Saison. Und wir freuen uns auch!“ Nach dem 11. November wird die Gans regelmäßig auf der „Entenfang”-Karte stehen, ab sofort kann man auch Gans to go bestellen.
Das gilt auch für Meiers Lebenslust" am Aegi. Hier wird der Fünf-Kilo-Vogel für vier Personen von Knödeln, Rosen- und Rotkohl begleitet. „Und reichlich Sauce", betont Gastgeber Ralph Klemke, der die Vorlieben seiner Gäste kennt. Zuerst wird die Brust serviert, dann Keulen und Flügel. „Wer dann noch nicht satt ist, bekommt die Karkasse zum Abknabbern.“
Die Vorbestellungen für den Festtagsschmaus zu Hause haben auch bei ihm begonnen. Das Geschäft mit der Gans kann ein bisschen was retten”, sagt Klemke, „aber die Verluste in den fünf Monaten, die wir schließen mussten, kann nichts auffangen.“
Die Gäste lieben die Gänse-Saison”, weiß auch Rebecca Nonnast, Küchendirektorin von Gastro Trends. In „Reimanns Eck" liegen reichlich Reservierungen vor, „das werden Familienfeiern wie früher bei Oma.“ Ab kommender Woche wird die Spezialität nach dem legendären Originalrezept von Ekki Reimann auch im „Vier Jahreszeiten” in Döhren serviert. Dort ist nach dreiwöchiger Renovierung die niegelnagelneue Küche (fast) fertig.
Nonnast’ Kollegin Katharina Dassis koordiniert derweil die Logistik des Gastro-Trend-Lieferdienstes Gourmetwunder", der vergangenes Jahr Premiere feierte und auch 2021 wieder vorgewärmte Gänsebraten-Menüs an die Haustüren der Region fahren wird. „Wir haben noch gar nicht begonnen, trotzdem kommen Nachfragen auf allen Kanälen", sagt die 26-Jährige. Kommende Woche starten die Lieferungen, zunächst mit den Klassikern Gans und Ente. Nach und nach wird die Karte aufgestockt: mit Suppen, Desserts, Weinen, Rinderroulade und Kalbsbäckchen. Trost für nicht-eingefleischte Gourmets: Auch die vegane Wirsingroulade wird es wieder geben. „Die Leute haben mega Bock auf traditionelles Essen", sagt die Catering-Betriebskoordinatorin. „Das ist für viele eine Belohnung nach einem wieder mal sehr anstrengenden Jahr.“
Für den Büfett-Abend im Entenfang” sind wir zu spät dran. Bei der Silvesterplanung sollte uns das nicht passieren. Das Jahr kann man zum Beispiel bei „Meiers Lebenslust" ausklingen lassen. „Let’s spend the Night together" lautet das Motto der 2G-Party, die den Rolling Stones huldigt und viele Snacks der 60er und 70er Jahre im Gourmet-Büfett unterbringt. Die Tanzfläche eröffnen übrigens Ralph Klemke, seine Frau Christine Nardien und ihr Team. „Wir sind die Vortänzer", kündigt Kelmke an. „Susanne Bothe hat uns die Choreografie geschrieben. Alle freuen sich darauf wie verrückt.“
Wir freuen uns erstmal auf unser erstes Gänseessen. Und sind erleichtert, dass der November doch einen Sinn hat. Ihnen wünsche ich eine muntere Woche und - sorry, einmal muss es sein - gans viel Genuss am Martinstag.
Haben Sie Anregungen, Fragen? Sie erreichen uns per Mail an gastro@neuepresse.de
Bis nächsten Donnerstag!
Julia Braun
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