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Darum ist Paolo Bragagna ein Gastronom auf Friedensmission

Neues aus der Gastro-Szene in HannoverNeues aus der Gastro-Szene in Hannover

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
keine Frage, wir freuen uns über das kühle Pils im Biergarten, das Drei-Gänge-Menü im Lieblingsrestaurant, den spontanen Kaffeeklatsch ohne Antigen-Schnelltest. Wir tauchen ein in die „Normalität", die wir schon im ersten Corona-Sommer 2020 so genossen haben, die Verschnaufpause tut gut. Die Pandemie gönnt uns in den nächsten Wochen eine kleine Auszeit, andere Krisenherde weltweit tun uns nicht den Gefallen. Paolo Bragagna weiß das.
Der 56-Jährige hat in den Nuller-Jahren Hannovers Gastro-Szene aufgemischt - der italienische Promi-Wirt mit bayerischen Wurzeln organisierte Gourmet-Safaris und Trüffel-Abende, erfand die „Seeweiße" (eine Zander-Weißwurst), füllte die Klatschspalten und stand oft vor TV-Kameras. „Das hat mir riesige Freude gemacht", sagt er im Rückblick über die turbulenten Jahre in seinem Restaurant „Alberto" in der Nordstadt. Als er 2012 das „Landhaus am Golfpark" in Langenhagen übernahm, wurde es stiller um ihn. Dachte man!
Doch im Hintergrund spannte der umtriebige Wirt, der sich schon als junger Mann für Politik und den Nahost-Konflikt interessiert hatte, ein neues Netzwerk. Heute ist Bragagna Vorsitzender der Landesgruppe der „Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen" (DGVN) und Botschafter der „International Human Rights Organization" (IHRO), er organisiert Kongresse, reist immer wieder in den Nordirak und nach Syrien, besucht Flüchtlingslager und 2016 sogar kurdische Peschmerga-Kämpfer an der Front im Kampf gegen den Islamischen Staat. Worum es ihm geht? „Bilaterale Beziehungen knüpfen, Aufklärung leisten - Wissen über das kurdische Volk zu vermitteln ist mir eine Herzensangelegenheit.“
Der frühere Promi-Wirt hat seine Berufung gefunden (den ganzen Bericht lesen Sie Freitag in der Print- und Digitalausgabe der NP). Und eine neue gastronomische Heimat - in Mardorf hat er das „Seehotel” übernommen und renoviert, das Lokal dazu samt Biergarten nennt er wieder „Alberto". Was es garantiert auf der Speisekarte gibt? „Trüffel sind mein Markenzeichen", sagt der Wirt, der auch Diplomat und Krisenvermittler ist.
Die Gastronomie - kaum eine Branche bietet interessantere Einblicke in Biografien und Lebensentwürfe. Immer donnerstags erzählt die Neue Presse in diesem Newsletter von Projekten und Ideen, Neueröffnungen und aktuellen Themen. Haben Sie Tipps, Anregungen, Kritik? Einfach eine Mail an gastro@neuepresse.de
Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen und wünschen eine wunderbare Woche. Bis nächsten Donnerstag!
Andrea Tratner
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