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Das sind gute Zeiten und schlechte Zeiten in Linden

Neues aus der Gastro-Szene in HannoverNeues aus der Gastro-Szene in Hannover

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
es gibt gute Nachrichten aus Linden. Im ehemaligen „Falkeneck" ist neues Leben eingezogen. Daniel Jäger vom „Harp" und „Probierbar"-Chef Ngoc Duc Nguyen, genannt Nucki, haben an der Falkenstraße ihr „Butjers" eröffnet. Es gibt Fish & Chips und Currywurst, je nach Saison auch mal Ente und Bregenwurst. Auf der Leinwand laufen 96-Spiele, Skat-Runden sind, wie zu „Falkeneck"-Zeiten, herzlich willkommen.
„Wir wollen kein Hipster-Chichi", betonen die Kompagnons, für die das „Butjers" kein Restaurant ist: „Davon gibt es in Linden immer mehr", sagten die beiden meiner Kollegin Andrea Tratner. Sie haben nur wenig in dem Lokal verändert, setzen auf Heimatgefühle. Hannovers Gastronomie, haben sie beobachtet, entwickelt sich rasant. „Wir wollen ein bisschen entschleunigen.“ Wie das funktionieren soll, lesen Sie in der NP und online am Wochenende.
Es gibt schlechte Nachrichten aus Linden. Und zwar richtig schlechte. Zwei Messerstechereien am Küchengarten innerhalb eines Monats, sieben Verletzte, die ins Krankenhaus mussten, ein 23-Jähriger in Lebensgefahr. Was ist los auf dem Platz, der schon immer für Trubel und Getöse, aber nie für blutige Gewalt stand?
Verena Schindler vom „11a” reicht es jedenfalls. Bis zum 3. November schließt sie ihr beliebtes Lokal auf dem Platz in Linden-Mitte, hat aus Sorge vor Vandalismus gar einen Bauzaun errichtet. Sie ist Teil der Bürgerinitiative Küchengarten, die die Missstände in Linden anprangert. Die Situation ist aus dem Ruder gelaufen. „Sonnabend, Sonntag und Montag fegen wir hier zehn Säcke Müll zusammen", sagt die Gastronomin. Und auch meinem Kollegen Stefan Gohlisch, bekennender und eigentlich unerschütterlicher Lindener, langt es. Seit eineinhalb Jahren sieht er eine fortschreitende Verrohung des Quartiers. Die Politik, schreibt er in seinem starken Kommentar, scheint „Linden schlicht verloren gegeben zu haben".
Dagegen erscheint dieses Problem beinahe niedlich. Soll in Hannover, nach Vorbild britischer Städte, das Rauchen in Außengastronomien verboten werden? Meine Kollegin Petra Rückerl ging dieser Frage nach - und traf weitgehend auf entspannte Wirtinnen und Wirte. Der Zigarettenkonsum ginge ohnehin zurück, sagten viele. Und Güleser Can vom „Anesis" findet: „Man darf die Leute in ihrer Freiheit nicht so stark einschränken.“ Weitere Meinungen lesen Sie hier. Eine gute Nachricht, zumindest für Raucherinnen und Raucher.
Schließen wir mit einer weiteren guten Nachricht, über die sich nicht nur Philip Lutz und Leonie Thomalla freuen werden. Die Betreiber der „Weinbar Gegenüber” an der Marktstraße sind von Gerolsteiner zum „Weinplace" auserkoren worden. Damit adelt die Wassermarke Orte, an denen Wein leidenschaftlich gelebt wird, und lobt die breite Auswahl an offenen Tropfen und die wohlige Atmosphäre der Weinstube vis-à-vis der Markthalle. Schon lange hätten sie „eine gute und solide Weinbar in Hannover gesucht - und jetzt gefunden". Darauf einen Rosécuvée „Schmetterlinge im Bauch" im „Gegenüber".
Kommen Sie gut, genussreich und gesund durch eine Woche, die zunehmend herbstlicher wird. Wir melden uns nächsten Donnerstag mit Neuigkeiten aus Hannovers Gastro-Szene - und hoffen, es werden gute sein.
Fragen? Meinungen? Gerne eine Mail an gastro@neuerpesse.de schicken.
Bis in einer Woche! Julia Braun
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