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Gastronomie zwischen Partystimmung und Preisexplosion

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Neues aus der Gastro-Szene in HannoverNeues aus der Gastro-Szene in Hannover
Neues aus der Gastro-Szene in Hannover

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
gefühlt ist in diesen Tagen die Corona-Pandemie vorüber. Die Inzidenzen sinken rapide, die Menschen trauen sich wieder in Theater und in Konzerte, die Kneipen und Restaurants sind an den Ostertagen gut gebucht. Es gibt viele Gründe zu feiern. Das „Me and all"-Hotel am Aegi geht am Donnerstag, 21. April, mit einer Riesen-Sause voran.
Angestoßen wird auf den zweiten Geburtstag des Hotels, das viel Lokalkolorit in Design und Ausstattung gelegt hat. Im März 2020 war das Team in der Pre-Opening-Phase. „Wir haben geahnt, da kommt was auf uns zu", erinnert sich Operations Manager Peter Wirbelauer an die bangen Tage und den folgenden Lockdown. „Es waren aufregende Zeiten", sagt er. „Zwei Coronajahre, die das Team zusammengeschweißt haben.“ Ein Großteil der Mitarbeiterinnen und Kollegen sei noch an Bord der „großen, glücklichen Hotel-Familie”. Das mag auch daran liegen, dass das neue Haus am Aegi halbwegs gut durch die Pandemie kam: „Wir hatten keinen einzigen Tag geschlossen", bilanziert Wirbelauer. Schränkt aber auch ein: „Manchmal waren nur zehn Übernachtungsgäste da.“
Am 21. April ab 18 Uhr wollen es Direktorin Lisa Edelmann und ihr Team rockstarmäßig krachen lassen. Monkey’s-Chef Ferry Ghods legt auf, Singer-Songwriter John Winston Berta tritt auf, ebenso die Funkband Boogaloo Brothers. Und die Gäste können sich ebenfalls feiern lassen: Vor dem Hotel am Aegi wird ein zehn mal zehn Meter großes Luftkissen aufgebaut, auf dem man „Stagediving” üben kann. Ein Vorgeschmack auf den Sommer: „Wir wollen den Platz erobern - mit Foodtrucks, Beach-Aktionen", kündigt Wirbelauer an. Nach zwei Jahren falle auch endlich der Startschuss für längst geplante Events wie Poetry-Slam, Wohnzimmer-Konzerte und vieles mehr. Der Flyer mit den Terminen der kommenden drei Monate ist in Arbeit.
Der Frühling kommt in Fahrt, Corona macht Sommerpause. Eigentlich könnten sich Wirtinnen und Gastronomen auf eine Verschnaufpause freuen - wenn da nicht die hohe Inflation und die Explosion der Lebensmittel- und Energiekosten in Folge des Ukrainekrieges wären. Meine Kollegin Britta Lüers hat sich in der Branche umgehört (den ganzen Bericht lesen Sie hier). „Wöchentlich müssen wir mehr für Fleisch ausgeben, auch das Bierbrauen wird teurer", ächzt Hannes Aulich vom Brauhaus Ernst August, der darum kämpft, die Preise konstant zu halten. Ferdi Simsek vom „Lindenblatt 800 Grad“ muss für das hochwertige Fleisch, das er für sein Restaurant aus Australien, Japan und den USA bezieht, jede Woche mehr zahlen. „Weil die Konsumstimmung nach den zwei harten Coronajahren noch immer getrübt ist, schrecken wir aber noch davor zurück, die Preise für unsere Gäste zu erhöhen. Irgendwann ist die Schmerzgrenze erreicht.“
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Ich wünsche Ihnen ein frohes und gesundes Osterfest!
Andrea Tratner
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