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Herzlich willkommen im gastrosophischen "Clubhouse"

Neues aus der Gastro-Szene in HannoverNeues aus der Gastro-Szene in Hannover

Liebe Leserinnen und Leser,
gestern haben Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten wieder lange miteinander gerungen. Um den richtigen Umgang mit Inzidenzwerten, mögliche Lockerungen - und die Fortsetzung des Lockdowns für die Gastronomie. In Niedersachsen stellt die Landesregierung weitere 19 Millionen Euro als Wirtschaftshilfen für Gastronomen und Wirtinnen bereit, ihre Lokale dürfen sie aber weiterhin nicht öffnen. Was sagen die Betroffenen dazu? Christoph Elbert und Verena Schindler, die am Lindener Küchengartenplatz das „11a" betreiben, wollen darüber diskutieren - Sonnabend ab 17 Uhr laden sie zum virtuellen Talk ins „Clubhouse" ein.
Die App kennt man, seit Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow sich in einer Gesprächsrunde im sozialen Netzwerk ordentlich blamierte. Außerdem stand sie anfangs unter dem Verdacht, elitär zu sein - man braucht eine Einladung, um in „Clubhouse" zu kommen. Doch die App hat mehr als Skandal-Potenzial - sie ist eine Plattform für Diskussionen, Austausch, Interaktion. „Feed your head" nennen die „11a"-Macher ihren Clubraum, der Titel stammt aus der Reihe „gastrosophischer Abende", die Elbert zwei Jahre lang regelmäßig in der Cumberlandschen Galerie im Schauspielhaus veranstaltet hat. Futter für Herz und Hirn soll es immer sonnabends geben. „Wir hoffen, dass möglichst viele Hannover-Gastronomen mitmachen", sagt Elbert. Seine Gattin ist „Clubhouse"-Fan: „Die App passt zum 11a - sie ist unkompliziert, man kann nach Lust und Laune mitmachen. Sie bietet das Beste für den Augenblick.“
Moderator Frank Sonder wird die Runden leiten, in denen sich jeder zu Wort melden kann. Es geht um mehr als Essen, auch im Lockdown. „Wir werden alle satt. Aber die Menschen vermissen die Kontakte und die Kommunikation in Restaurants.” Besteht nicht die Gefahr, dass das einstündige „Clubhouse"-Format von Wirtinnen und Wirten für Jammer-Tiraden genutzt wird? Das will Sonder verhindern. „Es geht darum, einen gemeinsamen Weg aus der Krise zu finden, vielleicht Aktionen anzuschieben, die Szene zu vernetzen.“ Er wünscht sich eine optimistische Stimmung. „Wir wollen nach vorne schauen.”
Optimismus und Hoffnung. Das sind auch wichtige Pfeiler für Familie und Angehörige von Feyzi Ekinci. Der beliebte Gastronom, der zusammen mit seinem Bruder Cemal Can die Restaurants „Aresto", „A'Mura" und „Anesis" betreibt, erlitt Dienstagabend einen Schlaganfall, wurde in der Medizinischen Hochschule operiert, liegt auf der Intensivstation (hier geht es zum Text). „Die Ärzte haben mir Mut gemacht, dass alles gut wird", sagte der tief erschütterte Cemal Can meinem Kollegen Christoph Dannowski. Wir hoffen mit!
Seit November dauert der Lockdown für Restaurants, Bars und Kneipen. Sie wurden als erste geschlossen - und werden vermutlich als letzte öffnen dürfen. Das ist für Wirtinnen und Wirte eine zermürbende, strapaziöse Zeit, in der sie mehr denn je die Treue Ihrer Stammgäste brauchen. Die NP berichtet weiter über kreative To-go-Angebote und interessante Aktionen, mit denen Hannovers Gastro-Szene ums Überleben kämpft. Haben Sie Tipps für uns? Schreiben Sie einfach eine Mail an gastro@neuepresse.de.
Bleiben Sie gesund und munter bis nächsten Donnerstag - und darüber hinaus!
Andrea Tratner

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