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Mit diesen neuen Plänen überrascht „Insel"-Koch Benjamin Meusel

Liebe Leserinnen, liebe Leser! Herzlich willkommen - auch an diesem Donnerstag haben wir wieder inter
Neues aus der Gastro-Szene in HannoverNeues aus der Gastro-Szene in Hannover
Neues aus der Gastro-Szene in Hannover
Liebe Leserinnen, liebe Leser!
Herzlich willkommen - auch an diesem Donnerstag haben wir wieder interessante Neuigkeiten aus Hannovers Gastro-Szene für Sie. Welche Lokale müssen warum schließen? Welche Neueröffnung lohnt sich? Und wer meldet sich nach einer Auszeit zurück?
Antwort auf die letzte Frage: Benjamin Meusel! 18 Jahre lang (!) kochte der Mann im Nobel-Restaurant „Die Insel" am Maschsee. Als „Insel"-Chef und Gastro-Legende Norbert Schu sein Lokal im Sommer 2019 an den Fitness-Multi Aspria abgab, schien Meusels große Stunde gekommen zu sein. „Ich werde aus dem Schatten von Norbert Schu treten", kündigte der Koch damals an. Aspria gab ihm Rückendeckung, Meusel sollte ein neues Küchenkonzept für das Edellokal entwerfen. Stattdessen war in diesem März Schluss. „Ich habe nicht mehr ins Konzept gepasst", sagt der 40-Jährige, den das Aus in der „Insel", die inzwischen nur noch von Aspria-Mitgliedern besucht werden darf, tief enttäuscht hat.
Nach einem Trip durch Deutschland ist Meusel nun zurück - und hat einen Koffer voller Ideen mitgebracht. Sein „Eggtoberfest" am 4. Oktober am Hannoverschen Yacht-Club war in wenigen Stunden ausverkauft. An der Westseite des Maschsees wird der Koch in Kooperation mit dem „Party Löwen" Feinschmecker mit Spezialitäten von seinem Lieblingsgrill, dem „Big Green Egg", verwöhnen - darunter ausgetüftelte Gänge wie „18 Stunden gegrillter Knollensellerie mit brauner Butter und gefüllter Sardine“. Schon in naher Zukunft wird man sich den Topkoch nach Hause holen können. „Ich biete Private Cookings an", sagt Meusel. Feinschmecker in jeder Gruppengröße will er dabei bewirten und unterhalten. „Man kann sich Gerichte wünschen oder ich koche Überraschungsmenüs. Es geht alles.“ Wer mag, kann auch in der Grillküche der Meusels in Ingeln-Oesselse Platz nehmen, wo ebenfalls ein „Big Green Egg”-Keramikgrill steht. „Interaktive Barbecues" will der 40-Jährige hier veranstalten. Buchbar ist all das per Mail an benjaminmeusel@freenet.de. Mit einem neuen großen Ding hält Meusel noch hinterm Berg. Aber er plant etwas, „das es in der Form in Hannover noch nicht gegeben hat.“
Das wird auch den Küchenchef der „Gondel” freuen. Jürgen Wawrznetz erzählte meiner Kollegin Luisa Verfürth, wie sehr er Meusels Kochkunst vermisst: „Das, was er da jahrelang fabriziert hat, war ein großer Genuss und toll in Szene gesetzt", lobt er seinen Kollegen. Der 34-Jährige verriet im Interview auch, welches Gericht er einfach nicht mehr runterkriegt: „Die klassische Ente mit Rotkohl und Klößen kann ich nicht mehr sehen.“ Zu viele Weihnachtsfeiern hätten ihm den Appetit verdorben, besonders auf Rotkohl. „Dieser Geschmack - damit bin ich durch.”
Zum Unglück vieler Lindener ist ein anderer Gastronom mit dem Stadtteil Linden durch. Ngoc Duc „Nucki" Nguyen muss seine „Probierbar" schließen - wegen Lärmbeschwerden wurde der Mietvertrag nicht verlängert. Dabei hatte der 33-Jährige immer versucht, Rücksicht auf die Nachbarn zu nehmen und bei einer Feier die Familie, die über der Bar wohnt, sogar ins Hotel ausquartiert. Ein Problem sieht „Nucki" in den Party-Touristen, die zunehmend die Limmerstraße bevölkern. „Die halten das für eine Partymeile, zerscheppern Flaschen und pinkeln in Hauseingänge.“ Doch es gibt einen Neustart für die „Probierbar": Nguyen schließt sich mit den Machern der edlen „Leinery Lounge" in der Altstadt zusammen, am 8. Oktober geht’s los. Und auch in Linden plant „Nucki" Neues: An der Blumenauerstraße 3 eröffnet er Mitte November „Tru Storys", ein Lokal mit asiatischen Tapas.
Tacos, Burger, Steaks - das sind drei kulinarische Schwerpunkte im Lokal „Cuchillos" an der Schmiedestraße. Obwohl extreme Kleckergefahr besteht, gefielen meiner Kollegin Andrea Tratner die mit Pulled Beef, Koriander, Zwiebeln und tüchtig Sauce gefüllten Fladen. „Coole Location, toller Service, gute Qualität", lautet ihr Fazit. Ein Beispiel, das zeigt, dass ein Neustart - das „Cuchillos" eröffnete im Juli - auch in einem Corona-Jahr gelingen kann.
Dagegen gelingt ein Durchmarsch bei Günther Jauch auch dann nicht unbedingt, wenn der Telefonjoker Ralf Schnoor heißt. Am Montag saß Maren Tinne aus Hannover bei „Wer wird Millionär", als Telefonjoker hatte sie den Chef des Lindener „Café K.“ gewählt, der vor zehn Jahren bei WWM die Million abgeräumt hatte. Aber auch ihm fehlte bei der 8000-Euro-Frage die Fantasie, ob nun der Duden oder der Guide Michelin im August zum 28. Mal erschienen war. „Das musst du alleine hinkriegen”, rief er der Kandidatin zu, die anschließend mit 500 Euro nach Hause ging (als Gastronom hätte Schnoor den Guide Michelin möglicherweise ausschließen können). Dafür durfte ihr Freund, der Hannover-Zauberer Cody Stone, vor einem Millionenpublikum spektakuläre Kartentricks zeigen. Auch was wert!
Haben Sie Fragen, Anregungen, Meinungen rund um Hannovers Gastronomie-Szene? Melden Sie sich gerne bei uns - wir freuen uns auf Ihre Kommentare per Email an gastro@neuepresse.de. Wir wünschen Ihnen eine genussvolle Woche - bis zum nächsten Donnerstag!
Julia Braun

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