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Neues Lokal in der City: Was steckt hinter „Söner"?

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Neues aus der Gastro-Szene in HannoverNeues aus der Gastro-Szene in Hannover
Neues aus der Gastro-Szene in Hannover

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
der „Veganuary" ist vorbei - im Januar probierten eine halbe Million Menschen den Verzicht auf tierische Produkte. Kein Fisch, kein Fleisch, auch Milch, Eier und Butter werden durch vegane Alternativen ersetzt. Ein toller Beitrag zu Umweltschutz und Tierwohl, aber auch zur eigenen Gesundheit. Meine Kollegin Josina Kelz sprach mit Ex-96-Physiotherapeut Ralf Blume darüber, dass sogar Leistungssportler ihre volle Power abrufen können, wenn sie auf Hülsenfrüchte und Gemüse setzen (zum ganzen Text geht es hier). Und was bringt der Februar?
Den „Söner"! Was dahinter steckt, kann man in diesen Tagen beim Soft Opening eines Lokal an der Schmiedestraße 6 ausprobieren. Gegenüber von der Marktkirche packen Burak Özhan (28) und Erhan Yilmaz (27) nämlich türkische Sucuk-Scheiben zusammen mit Salat und vielen Toppings ins Fladenbrot! Die beiden Hannoveraner holen das Erfolgsrezept als Franchise aus Berlin an die Leine. „Sucuk ist die berühmte traditionelle Knoblauchwurst", erklärt Özhan. „Sie ist ein bisschen schärfer, sehr würzig. Das Rezept für die Söner-Sucuk ist geheim und wird extra für diese Kette hergestellt.“ Die beiden Jung-Gastronomen kennen sich seit ihrer Jugend, beiden haben beim TSV Havelse gekickt. Yilmaz spielte zuletzt bei Viktoria Berlin in der 3. Liga, am 1. Februar wechselte er zu Sportfreunde Lotte bei Osnabrück. Nah genug, um Trainingszeiten und Spiele mit dem neuen Projekt zu verbinden.
Burger-Buden gibt es in Hannover seit etwa fünf Jahren gefühlt an jeder Ecke, Döner-Lokale haben sogar jahrzehntelange Tradition. „Der Söner ist eine gute Alternative zur traditionellen Teigtasche”, findet Burak Özhan, der wie Yilmaz in Hannover geboren wurde. „Aber wir verbinden mit Döner auch unsere Wurzeln", sagt er in Anspielung auf die türkische Heimat der Eltern- und Großelterngeneration. Als „größte Neuheit in der Welt des Drehspießes" wird die Sucuk-Variante vom Erfinder in Berlin angepriesen. Könnte man probieren - an diesem Dönerstag!
Der Dienstag ist für Ulf Spanier „eine Herzensangelegenheit": Der Inhaber des „Cafés Steintormasch" am Rande des Georgengartens hat ab 15. Februar wieder einen festen Termin im Kalender: Er kocht dann für Obdachlose - Sandra Lüke und ihr „Bollerwagen-Café" geben immer dienstags am Hauptbahnhof 100 bis 150 Portionen aus. „Corona hat uns ausgebremst", erzählt Spanier, der froh ist, dass es wieder richtig los geht. Angesichts der massiv steigenden Omikron-Zahlen und der Zurückhaltung der Gäste habe er gerade viel Zeit für das ehrenamtliche Engagement.
Die Supermarktkette Rewe stifte Gemüse und Wurstkonserven, „ich zaubere dann etwas daraus". Nahrhafte Schöpfgerichte wie Suppen, Eintöpfe oder Reisgerichte seien für Obdachlose oft die einzige warme Mahlzeit in der Woche. „Die Leute stehen Schlange", weiß der Gastronom, der einsprang, als „Bollerwagen"-Initiatorin Lüke Probleme mit dem Amt bekam, weil sie in den ersten Jahren die Mahlzeiten daheim zubereitete - und nicht in einer Profi-Produktionsküche. „Da konnte ich helfen. Wir haben für große Feiern wie Konfirmationen eine zweite Küche.“
Aber wann feiern wir wieder solche Feste? Noch ist in Sachen Coronazahlen keine Trendumkehr in Sicht. Wir halten Sie weiterhin donnerstags mit diesem Newsletter auf dem Laufenden darüber, was sich in Hannovers Gastro-Szene tut.
Haben Sie Anregungen, Idee, Kritik? Melden Sie sich gerne per Mail an gastro@neuepresse.de
Und bleiben Sie gesund!
Andrea Tratner
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