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Strandbars in Hannover: Hier tanken Sie Urlaubsgefühle

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Neues aus der Gastro-Szene in Hannover
Liebe Leserinnen und Leser,
wir gehen in die zweite Runde – und freuen uns über bislang mehr als 500 Abonnenten unseres Newsletters „Neues aus der Gastro-Szene“. Jeden Donnerstag befassen wir uns mit Trends und wichtigen Themen aus Hannovers Gastronomie-Branche, wir versorgen Sie mit Tipps, berichten von Neueröffnungen oder widmen uns aktuellen Fragen.
Wie viel Urlaubsgefühl kann man in Hannover tanken? Im Corona-Sommer 2020 machen viele Menschen Ferien dahoam – auf Sand zwischen den Zehen müssen sie dabei aber nicht verzichten. Denn über den Parkhausdächern der Stadt sind seit vielen Jahren Beach-Bars beliebt. Klassiker sind „Schöne Aussichten – 360 Grad“ in der Röselerstraße und „Roof Garden“ in der Mehlstraße. Neuzugang ist seit einigen Tagen das „Strandwärts“ auf dem Parkdeck des Bredero-Hochhauses. Eigentlich wollte Mario Hassa, der um die Ecke auch das Restaurant „Al Vecchio Milano“ samt kultiger Mini-Disco „Glitzerkeller“ betreibt, viel früher starten. Schon Ende Mai hatte ein Kran die Seecontainer auf die Plattform im sechsten Stock gehievt, von der aus man einen Blick über die Dächer der Oststadt hat. Im Juni sollte es losgehen – doch Bewohner der Immobilie machten sich Sorgen wegen möglicher Lärmbelästigung. „Wir mussten ein Schallgutachten nachreichen“, erzählt Hassa, der schon seit November einen positiven Bauvorentscheid in der Tasche hatte. „Wir standen wochenlang in den Startlöchern.“ Doch jetzt ist der „Urban Beach“ eröffnet: Aus dem mit kunstvollen Graffiti verzierten Containern werden werktags ab 16 Uhr und am Wochenende ab zwölf Uhr Cocktails und andere kalte Getränke, aber auch Salate, Bowls und Pasta serviert.
Was jetzt noch fehlt, ist ein echter Sommer. „Das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung“, bilanziert Nils-Daniel Albaum, der den „Roof Garden“ in der Mehlstraße betreibt. Wehmütig denkt er an den sonnigen April zurück – doch in der Gastronomie herrschte damals leider Corona-Stillstand. Trotzdem ist er froh, dass seine Outdoor-Location immerhin 400 Plätze bieten kann. Und die sind gefragt, genau wie Flexibilität und Ideenreichtum beim Betreiber. Albaum hat aus der beliebten „Sundance“-Partyreihe mit renommierten DJs „Sunsit“ gemacht – „die Karten sind begehrt, die Veranstaltungen sind immer schnell ausverkauft.“ Tipp: Am 8. August legt Oliver Bensmann alias Revil O. auf – und feiert seinen eigenen Geburtstag.
Am niedersächsischen Sommer will Michael Rüger vom „Schöne Aussichten – 360 Grad“ in der Röselerstraße nicht mäkeln. Denn er hat festgestellt: „Die Leute kommen trotzdem, sie wollen raus und was unternehmen.“ Dass sie das risikofrei tun können, dafür sorge sein Team: „Wir haben Stühle und Tische mit Abstand aufgebaut, nach jedem Gast wird desinfiziert, das Personal trägt Maske – wir geben uns Mühe.“ Am Eingang stünden stets drei Mitarbeiterinnen, am Wochenende würden zwei Security-Leute den Einlass regeln – „wir mahnen auch im Treppenhaus Abstand zu halten.“ Aktuell hätte Rüger mit seiner Firma Scene Events eigentlich auch das Maschsee-Fest mit dem „Miami“-Stand bespielt. Die See-Sause fällt aus, nun hofft er, dass die Hannoveraner die Stadt-Strände nutzen.
Ein Jahr ohne Maschsee-Fest – das hat Folgen für die Stadt, den Tourismus und die Gastronomie. Mein Kollege Ralph Hübner hat mit Hans Nolte, Hannovers Tourismuschef und federführender Festorganisator, über „das verlorene Jahr“ und Kosten im sechsstelligen Bereich gesprochen.
Doch auch ohne zweieinhalb Wochen See-Sause ist Hannover einen Ausflug wert! Die Kollegen aus der Lokalredaktion haben „Acht Gründe für einen Urlaub in der Region Hannover“ zusammengetragen. Weil sich ein Nachmittag im „Strandleben“ anfühlt, wie in den hippen Beach-Bars an der holländischen Küste. Weil man in der Altstadt in diversen asiatischen Lokalen authentisch speisen kann. Weil das „Rembetiko“ in Bemerode einem griechischen Marktplatz nahekommt.
Maritim wird es im „Hafenblick“ in Seelze: Restauranttester Christoph Dannowski sieht zwar Luft nach oben bei manchen Gerichten auf der Speisekarte, lobt aber ausdrücklich den flotten Service, das malerische Ambiente - und die vielen Außenplätze.
Was hat Corona verändert? „Die Menschen ernähren sich bewusster“, hat Elif Ceylan unserer Kollegin Luisa Verführth erzählt. Ceylan betreibt das „Veats“ an der Langen Laube – hier wird alles frisch zubereitet, im Namen stecken die Begriffe vegetarisch, vegan und „eat“ (englisch für essen).
Christian Leibeguth verzichtet seit zwölf Jahren auf tierische Produkte, in seinem Vegan-Shop „Nature’s Food“ auf der Limmerstraße macht er es allen Menschen einfach, zu Fleischalternativen zu greifen. Ich hab mit ihm darüber gesprochen, was in Tofu, Seitan und Tempeh steckt – und wie man aus asiatischen Jackfrüchten einen Pulled Pork Burger macht.
Haben wir Ihnen mit diesen Themen Appetit auf mehr gemacht? Wir möchten Plattform für Neuigkeiten und Veränderungen der Gastro-Szene sein und freuen uns auf Ihre Anregungen, Ideen und Kommentare. Sie erreichen uns unter gastro@neuepresse.de

Bis nächsten Donnerstag – die NP wünscht eine genussvolle Woche!
Andrea Tratner

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