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Von tanzenden Puppen und einem Hannover-Koch im TV

Neues aus der Gastro-Szene in HannoverNeues aus der Gastro-Szene in Hannover

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Newsletters Neues aus der Gastro-Szene"! Was ist neu in dieser Woche? Das Café Konrad lässt die Puppen tanzen. Im Lockdown schlenderte der Fotograf Kai Grüber durch die menschenleere City und schenkte seine Aufmerksamkeit den Schaufensterpuppen in den Auslagen. Er machte Porträts von Schaufensterfiguren aus zwölf Geschäften und holte kurze persönliche Statements der Inhaberinnen und Inhaber ein. Daraus entstand die Fotoausstellung „Schau Fenster - Türen zu, die Puppen tanzen.“
Grüber war aufgefallen, dass in vielen Läden die Dekorationen regelmäßig wechselten - obwohl die Shops gar nicht geöffnet hatten. „Es gab jede Menge Leben, witzige Ideen und dramatische Motive zu entdecken”, sagt der Fotograf, der im Shutdown sein Herz für die Schaufensterpuppen entdeckt hat. „Weil die Puppen während des Lockdowns nur für wenig Publikum gearbeitet haben, soll ihnen die Ausstellung im Café Konrad nun eine weitere Öffentlichkeit bieten.“ Zu sehen ist die Schau an der Knochenhauerstraße 34 bis Ende Oktober täglich von zehn bis 18 Uhr.
Am 8. September ist zu sehen, wie sich Chris Werner unter Zeitdruck in der Küche schlägt. Der Küchenchef der neuen „Vince Weinbar” an der Theaterstraße tritt in der Sat.1-Feinschmeckershow „The Taste" an und muss einer vierköpfigen Profikoch-Jury in 60 Minuten vier perfekte Löffel servieren. Ein komplettes Gericht muss darauf Platz finden, aus sechs Komponenten besteht Werners Gourmet-Häppchen. Die fieseste Klippe: „Für das Anrichten hat man nur eineinhalb Minuten Zeit, das ist selbst für Profiköche eine riesige Herausforderung", sagt der 38-Jährige, der vor dem „Vince" als Sous-Chef von Sterne-Koch Benjamin Gallein in der Olen Deele" gearbeitet hatte.
Was er serviert, wie das Gericht ankommt - all das darf Chris Werner vor der Ausstrahlung nicht verraten. Vier TV-Promiköche werden per Buzzer darüber entscheiden, ob sich der Hannoveraner für die nächste Runde qualifiziert hat: Tim Raue, Frank Rosin, Alex Kumptner und Alexander Herrmann. Was sich Werner entlocken lässt: Er wird bei der Zubereitung moderne Gartechniken anwenden, auf seinem Löffel werden sich cremige, knusprige und flüssige Texturen wiederfinden, Farben und Formen werden variieren und der Koch wird auf die Optik achten. „Der Löffel muss hammermäßig aussehen. Das ist Teil der Show.“
Am liebsten käme er in das Team von Kumptner, weil er noch etwas jünger ist und noch knackige Ideen hat”, sagt der 38-Jährige über den 38-Jährigen. Werner hat eine Definition von seinem eigenen Kochstil in der „Vince Weinbar": „Ich gebe klassischen Rezepten einen modernen Klaps auf den Hintern.“ So integriert er Estragonpüree in seine Bouillabaisse, reicht Senfsaat und Rote-Bete-Ragout zum Königsberger Klops - und lässt sich auf die Finger schauen: Seine offene Küche befindet sich hinter der Bar der „Vince Weinbar”.
Gut angelaufen sei die moderne Weinbar der Vince"-Macher Vassili Vassiliou und Marcel Elbruda, die - wie die Neueröffnungen „Zo'e" an der Rathenaustraße oder das „Boga" an der Osterstraße - mit viel Gold und edlem Design punktet. „Wir liegen hier ja quasi an der Flaniermeile, zu uns kommt ein ganz gemischtes Publikum", sagt Küchenchef Chris Werner. Das den kleinen Luxus zu lieben scheint. Darauf drei Austern mit Ingwer-Koriander-Vinaigrette und ein Glas Champagner.
Einiges ist also neu in dieser Woche, und es sind durchaus gute News. Das haben wir uns auch mal wieder verdient.
Kennen Sie Neuigkeiten rund um Hannovers Köche und Köchinnen, Bars oder Restaurants? Schreiben Sie uns - eine kurze Mail an gastro@neuepresse.de genügt.
Kommen Sie gut durch die Woche! Bis nächsten Donnerstag,
Julia Braun
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