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Warum Sie nicht spontan zu Ekki Reimann gehen sollten

Liebe Leserinnen, liebe Leser, willkommen zur dritten Ausgabe unseres Newsletters  „Neues aus der Gas
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Neues aus der Gastro-Szene in Hannover
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
willkommen zur dritten Ausgabe unseres Newsletters  „Neues aus der Gastro-Szene". Jeden Donnerstag versorgen wir Sie mit Trend-Geschichten und spannenden Themen aus Hannovers Gastronomie-Branche und widmen uns aktuellen Fragen.
Eine lautet: „Können Sie noch gut schlafen, Ekki Reimann?“ Denn es ist (fast) so weit: Am 11. August will Hannovers Gastro-Legende sein „P'tit Clichy” an der Weißekreuzstraße eröffnen, die Miniaturausgabe des Edel-lokals „Clichy", das Reimann 39 Jahre lang in der Oststadt führte. „Wir haben schon um die 50 Reservierungen", sagt der 78-Jährige, „die haben alle bestellt, als sie noch gar nicht wussten, wann es losgeht. Teilweise für Dezember.“ Es wird also noch Plätze geben für die Eröffnungswochen. Wobei: Mit den Plätzen ist es so eine Sache. „Ohne Corona dürfte ich acht Tische aufstellen, mit Corona vier”, sagt Reimann. Zwar finden draußen zehn weitere Gäste Platz. „Aber was mache ich, wenn es anfängt zu regnen? Setze ich die dann in mein privates Wohnzimmer?“
Fantasie sei jetzt gefragt, sagt Ekkehard Reimann. „Einer, der in diesen Zeiten im Alter von 78 ein Restaurant eröffnet, ist entweder ein Meister der Zuversicht oder völlig irre. Bei mir stimmt beides.” Genießen darf man ausschließlich per Reservierung, es gilt die alte „Clichy"-Nummer: 0511/312447. Freunde der feinen Küche dürfen sich zum Auftakt auf eine Hummer-Vorspeise und geschmorte Lammschulter freuen und müssen nur noch viermal schlafen. Apropos: Wie steht es nun nun um die Nachtruhe? „Gestern bin ich schweißgebadet aufgewacht, heute bin ich wieder drüber hinweg.“ Die Wahrheit ist: Reimann freut sich. Auf seine Gäste. Auf die Plaudereien am Tisch. Auf seine neue, alte Aufgabe. „Die Leute sollen sagen: ,Endlich ist der alte Sack wieder da’.
Nicht jeder beweist in der Krise Kampfgeist. Darum will Wirtin Lena Leach Aufbruchsstimmung verbreiten. Mit anderen Gastronomen plant die 29-Jährige, die das Lokal „Unschlagbar” am Aegi betreibt, den brandneuen „Gastrolymp" - ein gastronomischer Wettkampf, der einfach nur Spaß machen soll. Das Branchentreffen findet am 30. August in der „Bowlingworld" an der Osterstraße statt, Viererteams aus Bars, Imbissen oder Restaurants treten dann in Disziplinen wie Tablett-Wettlauf oder Blind-Zapfen gegeneinander an. „Ein halbes Jahr lang herrschte fast nur Weltuntergangsstimmung", beklagt Leach. „Es wird Zeit, dass wir die Gastroszene mehr vernetzen, den Kopf frei kriegen und zeigen: Wir haben Ideen, wir sind kreativ, wir sind immer noch da!“ Der „Gastrolymp” soll zur Dauereinrichtung werden und hoffentlich nur in diesem Jahr ohne Publikum, dafür mit allen Corona-Regeln stattfinden. Mitmachen erfordert 96 Euro und eine Anmeldung unter gastrolymp@gmail.com
„Ich raste zwischendurch auch mal aus. Das können viele Gäste von mir bestätigen.“ So was würde doch kein Wirt der Presse erzählen! Oliver Hörstmann schon. Im Interview mit meiner Kollegin Luisa Verfürth hat der Mann, der im September seit 17 Jahren den Italiener „Enrico Leone” an der Königstraße führt, Dampf abgelassen. Oft legt Hörstmann in seinem Lokal bis morgens früh Musik auf. Aber nicht, um das zu erleben: „Die Gäste, die um zwei Uhr nachts noch hierher kommen, wissen manchmal gar nicht, dass wir ein Restaurant mit Niveau sind. Und wenn sie sich dann bis fünf Uhr an einem Bier festhalten und nach etwas Brot mit Dip fragen, obwohl man hier neun Stunden vorher toll Jacobsmuscheln hätte essen können, kann mich das schon mal auf die Palme bringen.“ 17 Jahre Selbstständigkeit. „Das zehrt an einem”, gibt er zu. „Ich bin dünnhäutiger geworden.“ Aber offenbar auch aufrichtiger als die meisten anderen. Respekt.
Etwas Labsal, Trost und Entspannung: Das haben wir uns nach den letzten Monaten alle verdient. Das Wetter sieht es ein und spendiert uns Sommer satt. Lassen Sie den Tag also im Chill-Modus ausklingen, mit einem Drink in der Hand und dem Blick auf Hannover - von oben. Kollegin Andrea Tratner stellt die neue Beachbar von Mario Hassa vor. „Strandwärts” liegt auf dem Dach des Parkhauses Lister Tor und ist so bunt wie die Karibik. Die Outdoor-Location bietet Drinks, Liegestühle und Pizza mit Meeresfrüchten, Soul und Funk begleiten hier den Sonnenuntergang. Von „Schöne Aussichten" bis „Strandalm am Silbersee" - eine Übersicht über weitere Beachbars liefern wir gleich mit.
Oder Sie steigen mit der Familie aufs Rad und brechen zur Gastrotour auf. Britta Lüers hat mit Mann und Kindern genussvoll den Biergarten der „Insel" und das „Haus im Grünen" in Groß-Buchholz abgeklappert. Und weiß seitdem nicht nur, wo die Pommes besser schmecken.
Wer noch etwas wartet, kann den Tag in Hannover auch mit einem besonderen Frühstück beginnen. Das und noch viel mehr will Erol Karaoglan in seinem „Café Bohoo" bieten, noch im August wird an der Arndtstraße Eröffnung gefeiert. Meine Kollegin Josina Kelz ließ sich von Açai-Bowl, Pancake-Türmen und dem „Frühstück am Bosporus für zwei" berichten. Und weiß nun auch, warum die Instagram-Szene es kaum erwarten kann, in den stylishen Laden einfallen zu dürfen.
Haben wir Ihnen Appetit auf mehr gemacht? Wir möchten Plattform für Neuigkeiten und Veränderungen von Hannovers Gastro-Szene sein und freuen uns auf Ihre Anregungen, Ideen und Kommentare. Sie erreichen uns unter gastro@neuepresse.de
Bis nächsten Donnerstag - die NP wünscht eine genussreiche Woche!
Julia Braun

Gastronom Oliver Hörstmann vom "Enrico Leone" im NP-Interview
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„Strandwärts“: Beachbar auf dem Bredero-Hochhaus
Gastro-Tour mit dem Rad vom Maschsee zum Haus im Grünen
Neues Frühstückslokal: Das „Café Bohoo“ in der Arndtstraße
Nobel-Gastronomie - Hier eröffnet Ekki Reimann sein Mini-„Clichy“
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