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Was Piu und der Pelmeni-Express planen

Liebe Leserinnen und Leser, der Lockdown geht in die Verlängerung, vom Himmel fällt Schneeregen, Hann
Neues aus der Gastro-Szene in HannoverNeues aus der Gastro-Szene in Hannover
Liebe Leserinnen und Leser,
der Lockdown geht in die Verlängerung, vom Himmel fällt Schneeregen, Hannover steht still. Könnte man meinen. Aber tatsächlich tut sich auch in dieser Woche wieder richtig viel in unserer Gastro-Szene.
Gabriella Piu geht mit 70 Jahren in den Ruhestand! 42 Jahre stand die charismatische Italienerin in ihrem „Piu“ an der Goethestraße. Das  Leben wird hier weitergehen. Eleonora Piu (48) und ihr Mann Lars (51) übernehmen das Lokal und nennen es „Little Cortile“. Cortile bedeutet  auf Italienisch „Hof“. „Wir möchten unseren Innenhof verschönern“, kündigt Gabriellas Tochter an, „er ist eine Oase mitten in der Stadt.“ Das Lokal soll jünger werden, die Karte saisonaler. Das genaue Konzept verrät die Gastronomin aber nicht – sondern macht ein Spiel daraus. „Auf dem Instagram-Account von ,Little Cortile‘ geben wir Hinweise auf unsere Pläne. Wer errät, was wir vorhaben, gewinnt ein Essen für zwei – wenn das wieder möglich ist.“ Auf zur kulinarischen Schnitzeljagd.
Keine Schnitzel, sondern Pelmeni, gefüllte Teigtaschen, wird Stanislav Mahlin ab dem 11. Januar am Lister Platz verkaufen – aus einem Imbiss-Fahrrad heraus, das er „Pelmeni-Express“ genannt hat. Der russische Hotelmanager der beiden B&B-Hotels in Lahe hatte zuletzt mehr Zeit, als ihm lieb war, und ließ sich das überdachte E-Bike mit Herdplatten und ausklappbarem Waschbecken nach seinen Wünschen zusammenbauen. Wochentags von zwölf bis 19 Uhr gibt es bei ihm unter anderem Pelmeni „Moskau“ (mit Rind und Pilzen), „Odessa“ (mit Shrimps) oder „Paris“ (mit Kirschen) zum Mitnehmen. „Ich wollte was zu tun haben“, sagt der 41-Jährige. „Und vor allem unseren Auszubildenden zeigen, dass man immer etwas bewegen kann.“ Zum Beispiel mit einem Imbiss-Fahrrad.

Neue Sushi- und Burgerangebot boomen

Neues Jahr, neue Adressen in Hainholz und Langenhagen. An der Schulenburger Landstraße 48 zaubert Hiba Zreik aus dem Libanon im „Kuruma Sushi" kunstvolle Sushi-Platten zum Mitnehmen. „Sushi ist meine Leidenschaft“, erzählte die Wirtin meiner Kollegin Andrea Tratner. Ihre Maki und Sashimi drapiert sie unter anderem in knusprigen Taco-Schalen, „die Leute finden das genial.“ Richtig gut läuft es auch für Mohammed Hassan an der Walsroder Straße 168. Zwölf Burger-Varianten gibt es in seinem „Beast Burger“, das führte innerhalb kürzester Zeit zu 800 Abonnenten bei Instagram. Aber auch analog fliegen die Leute auf den Laden. „Wir mussten schon Bestellungen ablehnen, weil der Andrang zu groß war“, sagt Hassan.
Die Vorfreude auf exzessiven Genuss

Maurice Weissenow vom edlen „Hindenburg Klassik“ im Zooviertel hatte sich nach dem lukrativen Außer-Haus-Verkauf im November und Dezember eine kleine Auszeit genommen, ab 10. Januar bietet auch er wieder Take-away-Speisen an. Er erzählte Luisa Verfürth, wie treu seine Stammgäste in beiden Lockdowns zu ihm gestanden haben (das ganze Interview lesen Sie hier). Sollte Corona einmal besiegt sein, wird der Andrang umso heftiger, die Lust auf exzessives Genießen umso größer sein, glaubt der 40-Jährige. „Wenn die Tür hier wieder aufgeht, wird richtig Attacke sein. Die Leute haben Bock.“
Wenn Sie Lust haben, uns auf Ihren Lieblings-Außer-Haus-Verkauf hinzuweisen, wenn Sie als Wirt oder Wirtin interessante Angebote für Ihre Gäste haben, melden Sie sich bei uns – einfach per Mail an gastro@neuepresse.de Denn wir werden weiter berichten über all die mutigen und kreativen Gastronomen, die sich auch von einem zweiten Lockdown in der Verlängerung nicht unterkriegen lassen. Und von Schneeregen in einer stillen Stadt schon mal gar nicht.
Kommen Sie trocken und vor allem gesund durch die Woche. Bis nächsten Donnerstag!
Julia Braun
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