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Welche Stars stehen hinter Hannovers Tresen?

... Liebe Leserinnen, liebe Leser, schon ist wieder Donnerstag, bestimmt freuen Sie sich auf die neu
Neues aus der Gastro-Szene in HannoverNeues aus der Gastro-Szene in Hannover
Neues aus der Gastro-Szene in Hannover

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schon ist wieder Donnerstag, bestimmt freuen Sie sich auf die neue Ausgabe unseres Newsletters aus der Welt der Gastronomie. Wir berichten, was sich in Hannovers Szene tut, welche Restaurants neu am Start sind, wo sich ein Besuch lohnt, mit welchen Themen sich Wirtinnen und Wirte in der Corona-Zeit auseinandersetzen. Und gehen interessanten Fragen nach.
Gibt es eigentlich ein Leben vor der Gastronomie? Hinter manchem vertrauten Gesicht hinter dem Tresen der Lieblingsbar oder des angesagten Restaurants versteckt sich nämlich eine spannende Biografie. Wassilios Kosseoglou ist das Paradebeispiel. Der Mann, der Herz und Seele der „Francesca & Fratelli"-Filiale in der Calenberger Esplanade ist, hat echte Entertainer-Qualitäten. Als Sänger der Band „Swing Brothers" trat er in den 90ern vor einem Champions-League-Spiel im Berliner Olympiastadion vor 70.000 Menschen auf, sang „Hey Baby" (den Hit, mit dem dann aber DJ Oetzi groß rauskam). „Mein Gott, war ich aufgeregt", sagt er, wenn er an diesen Moment zurückdenkt. Selbstkritisch gibt er zu, dass er nicht mal gut singen kann. Dafür nutzte „B.K.“ (sein Szene-Spitzname) andere Talente - und seine laaaange Liste mit Telefonnummern von Promis: Er managte Schauspieler und Künstler, brachte mit Regisseur Lars Becker den Film „Kanack Attack” in die Kinos, organisierte legendäre Partys im “Zino” an der Otto-Brenner-Straße. 2004 wurde es ruhiger um den Party-Tausendsassa - bis ihn 2016 Francesca Elveren-Pagano und Kadir Elveren ins Boot holen, und ihm das „Francesca"-Restaurant anvertrauen.
Nun, bei Kosseoglou schloss sich der Gastro-Kreis (mit 18 Jahren war er in der Langenhagener Pizzeria „Ciao Ciao" gestartet), bei anderen ist das eigene Lokal ein neues Lebenskapitel. Sechs Jahre spielte Mustafa Alin im RTL-Dauerbrenner „Gute Zeiten, schlechte Zeiten" mit, heute steht er statt vor der Kamera lieber am Dönerspieß. In Wunstorf betreibt er die stylishe Imbiss-Bude „Que-Baba". Warum? „Ich brauche eine Pause vom Medienrummel", sagt der 42-Jährige. Obwohl immer wieder GZSZ-Fans zum Dönerladen pilgern…
Einmal Gastro, immer Gastro? In unserer Interview-Reihe „Gastro-Typen" hören wir immer wieder, dass man in diese Branche quasi „hineingeboren" wird. Auch Johnny Chance Rodriguez aus Venezuela, Wirt der Lindener „Bar Añejo“  sagt, dass er die Leidenschaft für diesen Beruf geerbt hat. „Ich muss meine Gäste so behandeln, wie ich auch meine Freunde, meine Familie, meine Eltern behandle.“ Meiner Kollegin Luisa Verfürth hat er aber auch noch erzählt, was hinter der lateinamerikanischen Spezialität Arepas steckt - und wie man als 14-Jähriger drei Tage ohne Lebensmittel im Dschungel überlebt!
Überleben am Weißekreuzplatz ist dank des gastronomischen Angebots kein Problem: Neu am Start ist die zweite Filiale der Frühstücksexperten „Seven Sundays”. Die haben im Lokal ein Feuerwerk an Deko-Ideen gezündet - und können weit mehr als ihre berühmten Pancakes. NP-Restauranttesterin Julia Braun gibt der Abendkarte mit veganen Bowls, Steaks und tollen Desserts vier Sterne.
Was bringt der Corona-Winter? Kühle Temperaturen garantiert. Deshalb zerbrechen sich derzeit die Wirtinnen und Wirte den Kopf, wie man die Außengastronomie möglichst lange laufen lassen kann. Die Rückkehr der Heizpilze (seit 2009 in Hannover verboten) sehen viele aber nicht als Lösung - obwohl der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband in der Politik dafür kämpfen will. „Zu umweltschädlich", winken viele Betreiber von Restaurants ab. Mein Kollege Andreas Voigt hat in der Szene herumgefragt. Die alternativen Ideen: Überdachungen, viele Decken - und Elektrostrahler.
Die nächsten Tage kehrt zum Glück der Sommer zurück, darüber dürfte sich besonders „Strandwärts"-Betreiber Mario Hassa freuen. Fast zwei Wochen Zwangspause hatte das Bauamt seiner Beachbar auf dem Parkdeck neben dem Bredero-Hochhaus verordnet. Doch jetzt ist - endlich - die offizielle Genehmigung da, auch in Sachen Lärmschutz wurde im Sinne der Anwohner nochmal nachgebessert. „Ich schaue nach vorne", sagt Hassa mit einem gewissen Zweckoptimismus. Gut, dass fürs Wochenende Sonne satt im Wetterbericht steht.
Haben wir Ihnen Appetit auf mehr Themen aus Hannovers Gastroszene gemacht? Dann freuen Sie sich auf nächsten Donnerstag. Wir wiederum freuen uns, wenn Sie sich mit Anregungen, Ideen und Hinweisen bei uns melden: Schicken Sie einfach ein Email an gastro@neuepresse.de.
 
Wir wünschen Ihnen eine genussvolle Woche - bis nächsten Donnerstag!

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