Profil anzeigen

Wie aus einem Dinner ein Wohlfühlabend wird

Neues aus der Gastro-Szene in HannoverNeues aus der Gastro-Szene in Hannover

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
die neue Landesverordnung ist da! Und erneut stellt sie Wirtinnen und Wirte vor eine Entscheidung, die sie ohne Verweis auf eine klare, unmissverständliche Ansage der Landesregierung treffen müssen. Der Weg zur strengen 2G-Auslegung, mit der nur noch Geimpfte oder Genesene den Innenraum eines Restaurants betreten dürfen, ist offen. Ob man diesen Weg gehen will, bleibt in der Branche wieder mal jedem selber überlassen …
„Wir sind ein Ort der Entspannung. Menschen zu erziehen, ist nicht unsere Aufgabe", sagt Tony Hohlfeld, über dessen Restaurant „Jante" zwei Michelin-Sterne glänzen. Er findet es nicht fair, dass von ihm verlangt werde, „Druck auszuüben". „Gosch"-Chef Peter Schöftner plant mit Kompromissen, er kann sich bei Groß- oder Sonderveranstaltungen vorstellen, Ungeimpfte auszuschließen, im Normalbetrieb aber bei 3G zu bleiben. Vielleicht ist ja auch diese Maßnahme ein Hebel für das Ziel einer hohen Impfquote: Ab 11. Oktober wird der Besuch im Testzentrum kostenpflichtig.
Der Herbst naht, die Menschen in Hannover sehnen sich nach Unterhaltung, menschlicher Wärme - und gutem Essen. „Die Leute wollen sich wieder verwöhnen lassen", hat GOP-Sprecher Bobo Weinzierl nicht nur bei der aktuellen Show „Elektro" festgestellt. Das Varieté an der Georgstraße hatte vor gut zwei Monaten den Spielbetrieb wieder aufgenommen - „und gerade die Buchungen mit Menü in der ,Gondel’ laufen sehr gut. Wir sind fast immer ausverkauft.“ Häufig werde neben dem Menü auch für 29 Euro die Flasche „Upgrade”-Wein an den Tisch mitbestellt.
Die Entbehrungen der langen Pandemie-Monate hat die Leute hungrig gemacht, aber auch die Veranstalter haben ihren Teil dazu beigetragen. „95 Prozent unserer Gäste sind geimpft", weiß der GOP-Mitarbeiter, „aber sie fühlen sich bei uns auch sicher, weil wir mit den kleineren Tischen und der neuen Bestuhlung nicht nur ideales Varieté-Feeling erzeugen, sondern auch die Abstände besser einhalten können.“
Ab 26. September wird Hannover gleich doppelt Varieté-Hauptstadt, in der Faust schwebt dann der „Velvet Moon” am Himmel. Serviert wird in der 60er-Jahre-Halle in Linden Kürbis-Kokos-Chilisuppe, geschmorte Rinderhaxe (oder vegane und vegetarische Alternativen) und Mohn-Vanille-Eis. Dazu gibt es auf der Bühne sinnliche Eindrücke: Die Hannoveranerin Tronicat La Miez ist ein international gefeierter Burlesque-Star - beim Dinner-Varieté hat sie das Programm zusammengestellt, will „alle Freuden und Gefühle der Nacht" präsentieren. „Entertainment für Erwachsene" mit Schwertschluckerin, Akrobatik, erotischen Tanz und Swing-Orchester gibt es zu sehen und zu hören, die Show ist ab 18 Jahren. Die Kombination mit gutem Essen liegt La Miez dabei besonders am Herzen: Viele Menschen seien wegen Corona lange nicht ausgegangen - „der Abend soll ein Rundum-Paket werden.“
Rundum-Pakete, wer wünscht sie sich nicht? Immer donnerstags um zwölf Uhr informieren die NP-Kollegin Julia Braun und ich Sie über „Neues aus der Gastro-Szene”. Haben Sie Tipps, Anregungen, Kritik? Schreiben Sie einfach eine Mail an gastro@neuepresse.de.
Bis nächste Woche!
Andrea Tratner
NP-Gastrotest: Das Pier 51 am Maschsee
Niedersachsen: Neue Corona-Verordnung weitet 2G-Regel aus - Fragen und Antworten
Broncos-Neueröffnung im 2G-Modus: Hannovers feiner Club in Linden lebt
Warum lieben Sie die französische Küche, Ingo Welt?
Hannover: Gastronom Fritz Budde feiert dreifach im "Broyhan"-Haus
Hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.