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Wie zwei Hannoveraner im TV punkten

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Neues aus der Gastro-Szene in HannoverNeues aus der Gastro-Szene in Hannover
Neues aus der Gastro-Szene in Hannover

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
poppt bei Ihnen auch im Wochen-Rhythmus die rote Kachel in der Corona-Warn-App auf und warnt vor Begegnungen mit „erhöhtem Risiko"? Wer dreifach geimpft ist, hat dann eine Schrecksekunde, greift zum Test-Kit und schaut, ob ein oder zwei Balken auf dem Streifen auftauchen. Omikron hat das Land fest im Griff, auch in der Region Hannover liegt die Inzidenz derzeit bei 1491. Aber man spürt bei vielen Menschen auch, dass sie der Pandemie nun mit größerer Gelassenheit begegnen. Wer mit den Vakzinen sein Immunsystem auf das Virus vorbereitet und keine Vorerkrankungen hat, muss nach aktuellem Stand der Wissenschaft keine Angst vor schweren Symptomen haben. Die Quarantäne kann allerdings Pläne durchkreuzen und für Unbill sorgen.
Wer ab 14. Februar in seinen vier Wänden ausharren muss, dem sei empfohlen, werktags um 17.55 Uhr Kabel eins einzuschalten. Das beliebte Format „Mein Lokal, Dein Lokal" sendet eine Woche lang aus Niedersachsen. Fünf Gastronomen machen mit - sie kommen aus Peine, Celle, Gifhorn. Und Hannover! Die beiden Kandidaten von der Leine vertreten ganz unterschiedliche Konzepte - und sind durch die Dreharbeiten Freunde geworden.
Andreas Oldenburger (38) betreibt am Steintor das „Cuchillos" - Tische mit eigener Bierzapfanlage, südamerikanische Tacos, hippes Ambiente. „Wir sind New School", sagt der Wirt über das erst 2020 eröffnete Restaurant, das sich explizit an ein junges Publikum richtet. Alte Schule im besten Sinne ist das „Ciao Ciao" von Francesco „Franco" Gargiulo am Volgersweg 22. Das Mini-Lokal hat 25 Quadratmeter, 18 bis 20 Leute können hier Pizza, Pasta und italienische Köstlichkeiten speisen - und die Herzlichkeit ihres Gastgebers genießen. Der 67-Jährige aus Napoli, der 1973 nach Hannover kam, hat „schon immer" Gastronomie gemacht. Von einem kleinen Abstecher abgesehen: „Sieben Tage bei VW in Wolfsburg am Band - das habe ich nicht ausgehalten", erzählt er.
2014 übernahm Gargiulo einen ehemaligen Imbiss, der lange leer stand, machte sein „Ciao Ciao" daraus. „Die Sympathie muss überspringen", sagt er über sein Verhältnis zu den Gästen, „es geht um eine Wohlfühlatmosphäre". Das ist ihm in der anstrengenden Drehwoche („Jeden Tag zwölf Stunden - Minimum") im November garantiert gelungen. Aber natürlich geht es beim TV-Wettkampf der Wirte auch immer um kleine Rivalitäten zwischen den Teilnehmern. Wer siegt, das steht erst in der Sendung am 18. Februar fest (Profi-Juror Mike Süsser hat dabei auch ein gewichtiges Wort mitzureden), einen Gewinn hat Oldenburger aber auf jeden Fall aus dem Projekt gezogen: „Ich habe Franco kennengelernt, das ist toll“, schwärmt er. „Da ist eine kleine Freundschaft entstanden.“ 
Wem „Mein Lokal, Dein Lokal" Appetit gemacht hat, der kann jederzeit bei Franco Gargiulo „Ciao Ciao" sagen. Um die „Cuchillos" (spanisch für Messer) wetzen zu können, ist aber noch Geduld gefragt. Das Lokal in der Schmiedestraße 39 ist pandemiebedingt derzeit geschlossen. „Wir mussten uns in Sachen Personal neu aufstellen – ab 1. März ist wieder Attacke angesagt“, kündigt Oldenburger an.
Für Andreas Kühn und seine kultige „Stammplatz"-Fußballkneipe in der Südstadt ist dann bereits Schluss - die Pandemie und die Hygienevorschriften für Gaststätten sind daran mitschuldig, aber auch das immer teurere Geschäft mit Fußballübertragungsrechten. 300 Euro Lizenzgebühr für DAZN und 400 Euro für Sky zahlte Kühn zuletzt, konnte aber nur wenige Gäste in die 36-Quadratmeter-Kneipe lassen. „Ich muss die Reißleine ziehen, bevor ich pleite bin", sagte Kühn meinem Kollegen Christoph Dannowski in einem emotionalen Gespräch (den ganzen Text lesen Sie hier).
Blicken wir nach vorn: Den Februar schaffen wir noch, dann sollte der Höhepunkt der Omikron-Welle überwunden sein. Und die Zahl der „Risiko-Begegnungen" nimmt hoffentlich wieder ab.
Immer donnerstags halten wir Sie auf dem Laufenden über „Neues aus der Gastro-Szene". Haben Sie Ideen, Anregungen Kritik? Schreiben Sie einfach eine Mail an gastro@neuepresse.de
Bleiben Sie gesund!
Andrea Tratner
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