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Wieviel Weihnachtsstimmung ist 2021 möglich?

Neues aus der Gastro-Szene in HannoverNeues aus der Gastro-Szene in Hannover

Liebe Leserinnen und Leser,
am Sonntag zünden wir die erste Kerze am Adventskranz an, es könnte angesichts der weiterhin rasant steigenden Infektionszahlen wieder eine sehr staade Zeit" werden. Im November 2020 wurde aus dem Wellenbrecher-Lockdown eine monatelange Dauerschließung für Gastronomie und Kultur. Dieses Jahr sollte alles anders werden! Eigentlich. Doch von Normalität sind all die Geimpften und Genesenen und vor allem die Menschen aus der Gastrobranche weit entfernt.
Montag eröffnete der Weihnachtsmarkt. Weniger Stände, größere Fläche, weniger Gedränge - und wer Schmalzkuchen oder Glühwein will, muss nach der 2G-Gegel seinen Impfnachweis oder das Genesungs-Attest samt Personalausweis parat halten. „Es lohnt sich. Ganz besonders für die Kinder", das hörte NP-Mitarbeiterin Mareike Sophie Drünkler von Weihnachtsmarktbesuchern in der Altstadt (den ganzen Text lesen Sie hier). Standbetreiber sehen jedoch „große Verluste" auf sich zukommen - zumal in den nächsten Tagen auch 2Gplus kommen könnte. Der Vorweihnachtsbummel wäre dann auch für Geimpfte und Genesene nur noch mit tagesaktuellen Test möglich.
Die Aussichten sind gruselig", sagt auch Francesca Elveren-Pagano, in deren „Francesca & Fratelli"-Lokalen derzeit die Stornierungen eintrudeln. „Gruppen über 15 Personen sagen zu 80 Prozent ab", hat sie in den vergangenen Tagen festgestellt - die klassische Weihnachtsfeier hat keinen leichten Stand in diesem Jahr. Dass die „Francesca"-Vinoteca an der Limmerstraße seit 1. November geschlossen hat, habe damit aber nichts zu tun - „der Vermieter hat den Vertrag gekündigt", bedauert die Wirtin, die an den Standort fünf Jahre lang Wein und Pizza angeboten hatte.
Die Teigfladen wurden dabei von den Servicekräften aus der gegenüberliegenden Mini-Pizzeria (besteht weiter!) über die Fußgängerzone mit Stadtbahnverkehr der Linie 10 getragen. „Das war ja der Gag", sagt Elveren-Pagano über das Lokal, das in Linden-Nord ein beliebter Anlaufpunkt war. Nun soll wohl ein Café einziehen. Und die umtriebige Italienerin ist froh, dass sie erst im September die ehemalige „Lindenblatt"-Filiale ein paar Häuser weiter in ein „Francesca"-Ristorante umgewandelt hatte (mehr Infos finden Sie hier. „Das war unser Glück.“
Weniger Glück hatten die „Stadtmauer”-Betreiber am Hohen Ufer. Vor ziemlich genau einem Jahr legte ein Brand das Restaurant lahm, Auslöser war ein Defekt in einem Technikraum. Die Polizei bezifferte den damals entstandenen Sachschaden auf mehrere hunderttausende Euro, betroffen war auch das „6 Sinne Riverside" im Untergeschoss. Seit kurzem laufen nun die Arbeiten für den Neustart: „Wir haben alles komplett ausgeräumt, bauen beide Lokale neu auf", erklärt Recep Özgör. „Wir geben Vollgas, wollen Mitte Februar wieder öffnen.“
Pläne schmieden für die Zukunft? Für die nächsten Wochen und Monate wird wohl derzeit niemand in der Gastronomie eine verlässliche Prognose wagen. In der neuen Corona-Verordnung appelliert das Land Niedersachsen bereits an Kulturveranstalter, trotz 2G-Regel bei Veranstaltungen auf Abstand und das Tragen von Masken zu achten. Was kommt als nächstes für die Gastronomie? Wir halten Sie immer donnerstags mit diesem Newsletter auf dem Laufenden.
Haben Sie Anregungen, Kritik oder Tipps? Schreiben Sie einfach eine Mail an gastro@neuepresse.de.
Kommen Sie gut durch die Woche!
Andrea Tratner
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